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Erst vor knapp zwei Monaten mußte die Bergrettung Meran aus der berüchtigten Rinne unterhalb des Hirzer Gipfels (2781m) zwei tschechische Studenten herausholen. Gestern (Montag) waren wieder zwei Personen in dieser Rinne stecken geblieben und konnten nicht mehr weiter. Es handelte sich dabei um den 37-jährigen J.B. und den 11-jährigen M.B. aus Gräfenthal in Deutschland. Als die beiden sich bewußt wurden, daß sie festsaßen und es nicht mehr lange dauern würde, bis die Dunkelheit hereinbricht, tat der Vater das einzig richtige: er rief mit dem Handy die Landesnotrufzentrale 118 an und bat um Hilfe. Vier Männer der Bergrettung Meran fuhren mit dem Einsatzfahrzeug auf die Tallner Alm (2017m) und stiegen sogleich zu Fuß zu den beiden auf, nachdem es nicht möglich war, telefonisch den beiden den richtigen Weg anzusagen. Nach einer kurzen Suche im fraglichen Gebiet wurden die beiden unverletzt auf einer Höhe von etwa 2500m - 2600m in der besagten Rinne entdeckt. Nachdem sie die beiden erreicht hatten, geleiteten die Bergretter sie durch die Rinne hinunter bis ins so genannte Sauerloch und von dort aus über den normalen Abstieg bis zur Tallner Alm.
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Diese Rinne ist, wie schon mehrfach berichtet und wie es sich auch dieses Mal gezeigt hat, wirklich gefährlich und hat schon verschiedentlich den Einsatz der Bergrettung erfordert. Leider ist nicht immer alles so glatt gegangen, wie dieses Mal, denn es hat in der Vergangenheit dort schon mehrfach Verletzte und auch Tote gegeben. Trotz der im Laufe der Jahre von der Bergrettung Meran widerholt herausgegebenen Warnungen geraten immer wieder Bergsteiger in diese von oben gesehen verlockende Rinne, die schon bald fast unbegehbar wird mit meterhohen Felsabbrüchen und lockerem Geröll. Zu allem Überfluß gibt es auch noch Landkarten, die diese Rinne als begehbar ausweisen, was sicherlich dazu beigetragen hat, daß sich immer wieder Leute in ihr versteigen.
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