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Gestern abends um 21 Uhr wurde die Bergrettung Meran von der Landesnotrufzentrale 118 alarmiert. Der 56-jährige deutsche Gast, der mit seiner Frau am Lindhof am Naturnser Sonnenberg die Osterferien verbringen wollte, war am Morgen alleine zu einer Tour auf die 3.063m hohe Kirchbachspitze aufgebrochen. Als er am späten Abend noch nicht zurück war, wurde Alarm geschlagen. Bis um 3 Uhr früh suchten rund 20 Männer der Bergrettung Meran und 20 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Naturns so wie 2 Suchunde der Bergrettung das Gebiet zwischen dem Lindhof, Schnatzerhof und der Kirchbachspitze erfolglos ab. Heute früh um 6 Uhr wurde die Suche wieder aufgenommen. Im Einsatz standen rund 10 Bergretter aus Meran die Feuerwehr Naturns und 3 Suchhunde der Bergrettung. Zudem stand der Rettungshubschrauber Pelikan1 im Einsatz. Dieser brachte dann auch 6 Bergretter auf die Kirchbachspitze, in deren Bereich noch reichlich Schnee liegt. Schon bald nach dem Beginn des Abstieges endeckte ein Bergretter tief unter sich in steilem felsigen Gelände, etwa 500 m unter der Kirchbachspitze, den reglosen Körper des Gesuchten. Als die Retter dort angekommen waren, mußten sie feststellen, daß dieser bereits seit längerem tot sein mußte. Wie aus den Spuren des Gesuchten im Schnee hervorgeht, war dieser bis knapp unter die Kirchbachspitze aufgestiegen und dann vermutlich wegen des vielen Schnees umgekehrt. Dabei schlug er teilweise einen anderen Weg ein als beim Aufstieg, offensichtlich um möglichst den Schnee zu umgehen. Dabi ist er in sehr unwegsames Gelände geraten und vermutlich ausgerutscht oder gestürzt und mehrere zig Meter über felsiges Gelände in die Tiefe gestürzt. Die Bergretter haben den Toten dann mit Hilfe des Rettungshubschraubers geborgen und nach Naturns geflogen.
Bei dieser Gelegenheit warnt die Bergrettung vor Touren in große Höhen, da dort noch winterliche Verhältnisse mit viel Schnee herrschen.
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