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30.11.2007 - Alljährlich zu Winterbeginn… |
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… werden in den verschiedensten Schigebieten Südtirols Rettungsübungen an den verschiedensten Seilbahn- und Sesselbahnanlagen durchgeführt. Am Samstag, 01. Dezember trafen sich mehrere Dutzend Bergretter aus dem Bezirk Meran im Schigebiet von Meran 2000 um diesen gesetzlichen Vorgaben nachzukommen.
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Da das Schigebiet Meran 2000 über zwei neue Sesselbahnanlagen verfügt, ist es insbesondere für die Rettungsmannschaften wichtig, die vorhandenen Anlagen sowie die örtlichen Gegebenheiten im Gelände genau zu kennen. So startete am vergangenen Samstag eine groß angelegte Rettungsübung. Gemeinsam mit der Betriebsleitung der Ifinger Seilbahnen AG, den verantwortlichen Ingenieuren sowie Technikern der Firma Doppelmayr wurde vormittags das Rettungssystem des nagelneuen Oswaldliftes erprobt.
Vorbildhaft wurde im Schigebiet von Meran 2000 für alle Liftanlagen ein gemeinsames, einheitliches Rettungsgerät für alle Lifte angeschafft. Bisher kämpfte man noch mit diversen Rettungssystemen; jeder Lift hatte sein eigenes Rettungsgerät. Gerade diese Investition in neue Technologie erleichtert und beschleunigt im Falle eines Falles die Rettungsarbeiten merklich.
Nach einigen Rettungsproben am St. Oswaldlift, welche ohne Zeitstress durchgeführt wurden, wollte es der verantwortliche Betriebsingenieur genau wissen! Gemäß Vorgaben müssen die Anlagen innerhalb einer gesetzlich festgesetzten Frist im Falle eines Stillstandes komplett geräumt werden; diese Frist wurde von den Rettungsmannschaften während der Übung deutlich unterschritten. Allerdings war allen klar, daß im Ernstfall die Hilfsmannschaften erst herbeigeholt werden müssen. Doch auch unter Berücksichtigung der erforderlichen Zeit für die Alarmierung und die Anfahrt und den Anmarsch der Rettungsmannschaften kann davon ausgegengen werden, dass die gesetzlich vorgesehene Frist nicht nur eingehalten, sondern auch noch unterboten werden kann.
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Im Ernstfall werden bei einem solchen Zwischenfall die verschiedenen Hilfsdienste des Landes alarmiert, um die Liftpassagire aus der mißlichen Lage zu befreien. So bedarf es eines koordinierten Zusammenspieles zwischen den Bediensteten der Seilbahn, den Bergrettungsdiensten sowie der Freiwilligen Feuerwehren des Landes.
Am Nachmittag verlagerte sich der ganze Übungstrupp zum neu errichteten Sessellift Kesselberg. Diese Liftanlage führte ursprünglich zum St. Oswald-Kirchlein, wurde dort heuer aber abgebaut und an Stelle des alten Schleppliftes auf den Kesselberg wieder aufgebaut. Auch hier galt es für die Rettungsmannschaften die veränderten Verhältnisse zu erkunden.
Nach einer terrestrischen Rettungsübung mit der Stoppuhr und unter Aufsicht des Betriebsingenieurs Naletto Mauro, des Dienstleiters Hans Kofler sowie des Geschäftsführers der Ifinger Seilbahnen AG, Franz Pixner, wurde der Landesrettungshubschrauber Pelikan 1 zu einer weiteren Übung hinzu gezogen. Im Ernstfall, wie z.B. bei einem Betriebsstillstand, kann der Helikopter wertvolle Hilfe leisten. Zum einen kann das Rettungspersonal schnell vor Ort gebracht werden, zum anderen können die in Not geratenen Personen aus schwierigem Gelände ausgeflogen werden.
Die Crew des Pelikan 1 konnte binnen kürzester Zeit neun Rettungsmannschaft in die jeweils zugeteilten Sektoren fliegen. Dort evakuierten die Rettungsmannschaften die Fahrgäste vom Sessellift. Vor Einbrechen der Dunkelheit konnte auch diese Übung zu aller Zufriedenheit abgeschlossen werden. Abschließend lud Geschäftsführer Franz Pixner in die nahe gelegene Kirchsteigeralm, wobei er das große Interesse der Rettungsmannschaften lobte. Auch die Dienstleitung des Schigebietes, unter der Leitung von Hans Kofler vermerkte, daß die Retter bei allen Übungen den ganzen Tag über ihr Können, ihre Sachkenntnis und ihren Fleiß unter Beweis gestellt haben.
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