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Große Gemeinschaftsübung im Aschlerbach

Letzte Woche fand im Aschlerbach oberhalb von Gargazon eine große Übung statt, an der die Bergrettung Meran und Lana mit Ihren beiden Canyoninggruppen so wie die Freiwillige Feuerwehr Gargazon teilgenommen hat. Die Bergrettung Meran war mit 20, jene von Lana mit 14 und die Feuerwehr Gargazon mit 15 Männern und Frauen anwesend. Zusammen mit dem Kommandanten der Feuerwehr Gargazon, Christoph Gasser, war auch der Bezirksinspektor der Freiwilligen Feuerwehren des Burggrafenamtes, Max Pollinger, so wie der Abschnittsinspektor, Hartl Zuech, erschienen.

Die Übung wurde mit mehreren Gruppen abgewickelt. Es galt vor allem an verschiedenen Stellen den Grund der Schlucht zu erreichen, was bei der nur an ganz wenigen Stellen zugänglichen Schlucht, das Abseilen der Mannschaften erforderlich machte. Dann mußten die Männer wieder aus der Schlucht heraus, was bei den nassen und glitschigen fast senkrechten Felsen nicht ganz einfach war. Vielfach wurden sie mit einer speziellen Seilwinde nach oben geholt.

Die Canyoninggruppen hingegen stiegen den ganzen Bach bis nach Gargazon ab. Sie führten auch eine Gebirgstrage mit einem Verletzten mit sich. Eine ganze Serie von Wasserfällen und darunterliegenden tiefen Seen, die das Wasser in Jahrtausenden aus dem Felsen ausgespült hat, Stromschnellen und dergleichen, behinderten diese Aktion. Die Männer in ihren Neoprenanzügen (eine Art Taucheranzug) mußten aber mitten hindurch, da die Schlucht nur aus zig Meter hohen fast senkrechten Felsen zu beiden Seiten und dem Bach besteht. Durch die Wasserfälle und die steilen rutschigen Partien wurde abgeseilt, die Seen mußten großteils durchschwommen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr hingegen leistete überall dort Hilfe, wo diese gebraucht wurde, so z.B. beim Transport von Personal und Material und beim Aufwinden der Retter aus der Schlucht. Bei Einbruch der Dunkelheit sorgte die Feuerwehr für die Beleuchtung der Schlucht, damit die letzten Canyoningmänner und Bergretter diese sicher verlassen konnten.
Gedauert hat die Übung rund 4 Stunden. Im großen und ganzen war sie ein voller Erfolg. Dennoch konnten einige Erkenntnisse daraus gewonnen werden, die im Ernstfall nützlich sein können. Aber einer der Gründe für solche Übungen ist ja gerade der, daß man neben der Ausbildung der Mannschaften und dem Zusammenspiel der einzelnen Organisationen, auch die Technik und Taktik solcher Einsätze stets verbessern kann.