20.08.2018 – Viel zu tun für die Bergrettung

20.08.2018 – Viel zu tun für die Bergrettung

Heute am 20-08-18 hatte die Bergrettung Meran wieder einiges zu tun. Gegen 16:00 Uhr rückte der BRD Meran aus um zwei Wanderer, die einen Schwächeanfall erlitten hatten, vom Tirolersteig zu retten. Frau E. S. aus Deutschland und ihre Bekannte konnten mit eigener Kraft nicht mehr weiter. Die Bergrettung Meran beruhigten sie und brachten sie erschöpft, aber wohlbehalten wieder zu ihrem Urlaubsdomizil zurück.

Noch während des Abtransportes wurde ein weiterer Alarm ausgelöst. Ein Bergsteiger ist beim Abstieg vom Hirzer (2781m) abgestürzt und befindet sich in einer akuten Notlage. Sofort wurde die Situation abgeklärt und möglichst viel an Information eingeholt. Genau zu diesem Zeitpunkt gab es im Hirzergebiet ein Gewitter. Dies schien den Einsatz eines Rettungshelikopters zu verhindern. Es wurde deshalb eine Rettungseinheit mit dem Geländewagen zur Hirzerhütte (1983m) gesandt, um gegebenenfalls zu Fuß aufzusteigen. Zeitgleich benutze ein Bergretter die Hirzer Seilbahn um schnell ins Einsatzgebiet zu gelangen. Er stieg zu Fuß in Richtung Unfallstelle auf.

Zwischenzeitlich klarte das Wetter auf und ein Hubschrauber wurde angefordert. Es konnte Pelikan 1 direkt von einem anderen Einsatz umgeleitet werden. Er nahm einen Bergretter auf und flog in das Hirzergebiet. Dort stellte sich heraus, dass der Unfall nicht am Hirzer sondern beim Abstieg von der Hönigspitze (2688m) am Weg Nummer 7 erfolgt war. Der 52-jährige Bergsteiger J. W. aus Deutschland, hatte enormes Glück gehabt, denn nach seinem ca. 20 Meter Sturz, blieb er im nassen und sehr rutschigen steilen Gelände liegen. Nach weiteren fünf Metern, wäre er über eine steile Felswand in Richtung Staffel abgestürzt. Die Verletzungen des Wanderers waren schwer: Rippenfraktur, Schädel und Beckentrauma, Abschürfungen, Prellungen und ein Schultertrauma. Mittlerweilen hatte sich das Wetter wieder verschlechtert (Regen und Hagel), so dass der Verletzte möglichst schnell geborgen werden musste. Dies gelang in einer perfekten Zusammenarbeit von Bergrettung und Hubschrauber erfolgreich. Der Verletzte Bergsteiger wurde nach Bozen ins Krankenhaus geflogen.

Die beiden anderen Einheiten klärten nochmals die Lage und stiegen zur Tallner Alm Kaser (2017m) ab und kehrten dann wieder nach Meran zurück.

Insgesamt waren zehn Bergretter zwei Stunden im Einsatz.

Die Bergrettung Meran weißt in aller Deutlichkeit daraufhin, dass unbedingt bei alpinen Unternehmungen entsprechendes Schuhwerk mit einer guten Sohle getragen werden muss. Gerade während Gewitter und Regenschauern, können Wege sehr rutschig und gefährlich werden.

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