07.02.2016 – Einsatzkräfte ratlos: Erika Marconato weiterhin vermisst

07.02.2016 – Einsatzkräfte ratlos: Erika Marconato weiterhin vermisst

Die verzweifelte Suche nach Erika Marconato ging auch am Sonntag weiter. Wenn auch stark eingeschränkt: Waren am Samstag noch 125 Mann im Einsatz gewesen, sind am Sonntag etwa 7 Bergretter aufgebrochen. In der Einsatzzentrale – Ratlosigkeit.

Wie kann ein Mensch einfach so verschwinden? Die Suche nach Erika Marconato verlief am Sonntag weiter im Nichts. Zwei Tage wird die 84-Jährige aus Dorf Tirol nun schon vermisst.

Am frühen Freitagnachmittag war die ältere Frau zu einem Waldspaziergang aufgebrochen – und davon nicht mehr zurückgekehrt. Noch am Abend war eine großangelegte Suchaktion gestartet worden, am Samstag suchten rund 125 Mann nach der Frau. Freiwillige Feuerwehr, Bergrettung, Hundestaffel. Doch bisher keine Spur von der 84-Jährigen.

Bergrettung sucht trotz widriger Verhältnisse weiter

Am Sonntag brachen abermals Einsatzkräfte ins unwegsame Gelände rund um Dorf Tirol, Kuens und Riffian auf. Die Zahl war, verglichen mit dem Großeinsatz vom Samstag, doch recht beschaulich: Rund 7 Bergretter waren ausgerückt.

Georg Kofler, Kommandant der Freiwillige Feuerwehr Dorf Tirol, erklärte: „Es regnet und schneit sehr stark. Es wäre nicht sinnvoll, wenn wir mehrere Leute losschicken würden – einfach auf die Gefahr hin, dass man sich selbst verletzen könnte.“

„Wir tun alles, was wir können“

Die Bergrettung kontrollierte noch einige besonders abschüssige Stellen, sicherte sich dafür mit Seilen. „Wir tun alles, was wir können“, versicherte Kofler, „müssen aber auf Hinweise aus der Bevölkerung hoffen.“ Denn die Suche nach Erika Marconato ließ die Einsatzkräfte etwas ratlos zurück.

„Wir haben das Gebiet, in dem die Frau vermutet wird, am Samstag sehr genau durchkämmt, in mehrere Richtungen. Auch haben wir die Suchmannschaften neu durchmischt, damit nicht jeder dasselbe Gebiet mehrmals absucht“, berichtete Kofler. „Wir haben das Bestmögliche getan.“

Doch von der Vermissten fehlte auch am Sonntag nach wie vor jede Spur. Die Suche wurde abgebrochen. „Nun müssen wir darauf hoffen, dass von Seiten der Bevölkerung wichtige Hinweise kommen“, sagt Kofler. Sobald sich die Wetterverhältnisse etwas besserten und „beim kleinsten Hinweis rücken wir sofort wieder aus“.

Die Freiwillige Feuerwehr Tirol bittet um sachdienliche Hinweise an die Notrufzentrale 112/115.

www.stol.it